Darmstörungen

Darmerkrankungen – Therapie beim Heilpraktiker

Reizdarm, Darmentzündungen und Störungen der Darmflora treten in den letzten Jahren immer häufiger auf. In meiner TCM Praxis kommen immer mehr Patienten mit dieser Thematik. Die Ursache für die zunehmenden Darmerkrankungen, hängt mit Sicherheit mit den steigenden Umweltbelastungen und der Überforderung des Darms zusammen. Zusatzstoffe in der Nahrung, Medikamente, ein Zuviel an Nahrung und eine falsche Ernährung, bleiben nicht ohne Folgen. Der Darm ist ein sehr wichtiges Organ und Dreh- und Angelpunkt bei der Behandlung vieler Erkrankungen. In der chinesischen Medizin wird der Darm und der gesamte Verdauungs- und Assimilationsvorgang, als Mitte bezeichnet. Es ist das Zentrum des Menschen. Deshalb können Darmerkrankungen und eine Fehlbesiedelung des Darms eine Fülle an weiteren Krankheiten mit sich ziehen. Magen und Darm spielen eine große Rolle bei immunologischen Erkrankungen, bei Allergien, bei Autoimmunerkrankungen, bei Hauterkrankungen, bei hormonellen Störungen und bei Beschwerden im Bewegungsapparat und den Gelenken. Oftmals sind es nicht so sehr die Magen-Darm-Beschwerden, die zum Heilpraktiker führen, sondern deren Begleiterscheinungen.

  Symptome die unmittelbar auf Magen-Darm-Probleme hinweisen:

Aufstossen, Übelkeit, Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen, Durchfälle, Bauchschmerzen bis hin zu Bauchkrämpfen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Histaminintoleranz, Nahrungsmittelallergien, Müdigkeit nach dem Essen.

  Weitere Symptome, die bei einem kranken Darm auftreten können:

Chronische Müdigkeit (cronic fatigue syndrom), Gereiztheit, Hauterkrankungen wie Neurodermitis, unreine Haut, Psoriasis, Hautausschläge. Weitere Erkrankungen und Beschwerden sind Sinusitis, verstopfte Nase, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust, Zyklusanomalien, Gelenkschmerzen, Arthritis und Arthrose, Muskelverpannungen, Blutdruckunregelmäßigkeiten, Gereiztheit und schlechte Laune. Migräne, Kopfschmerzen und Schwindel. Auch Lebererkrankungen und Überlastung der Leber können eine Folge von Darmstörungen sein.

All diese Beschwerden können bei Darmerkrankungen und gestörter Darmflora auftreten, ohne dass man sie sofort mit dem Darm in Verbindung bringen würde.

Das Leaky Gut Syndrom:

Bei chronischen Entzündungen verliert der Darm die Fähigkeit wichtige Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Ausserdem geht die Schutzfunktion verloren. Die Darmschleimhaut wird für ausscheidungspflichtige Substanzen durchlässig, diese gelangen in den Körper, vergiften, belasten ihn und stören wichtige Funktionen und Abläufe.

 Ist der Darm gestört, dann kann es durch die schlechte Aufnahme von Stoffen über die Darmschleimhaut zu Mangelerscheinungen kommen, trotz ausreichender Versorgung über die Nahrung.

    Ausscheidungspflichtige Substanzen gelangen in den Körper, überlasten die Leber und führen zu einer Reihe von zusätzlichen Symptomen und Erkrankungen.

  Das Leaky Gut Syndrom ist Ursache vieler unerklärbarer Erkrankungen und Beschwerden, die nicht sofort mit einem durchlässigen Darm in Verbindung gebracht werden. Patienten mit diversen Beschwerden haben oft eine Odysee hinter sich bis endlich der Verdacht auf den Darm fällt. Die Darmbeschwerden sind zwar lästig, werden aber meist als nicht so gravierend empfunden, dass man sie in Zusammenhang mit all den anderen Symptomen bringen würde.

  Chinesisches Sprichwort:

Die Chinesen sagen, wenn der Appetit gut ist und die Mitte gut funktioniert, dann ist jede Krankheit heilbar. Das mag nicht in jedem Fall zutreffen, aber dieser Satz veranschaulicht, wie wichtig es ist sein Augenmerk auf die Darmgesundheit zu haben.

 Behandlung und Darmsanierung:

In meiner Praxis biete ich ganzheitliche Konzepte zur Behandlung von Darmkrankheiten an. Diese beinhalten eine Kombination aus Naturheilkunde, Darmfloraaufbau, TCM und psychotherapeutische Unterstützung.

Reinigung des Darms mit sanften naturheilkundlichen Mitteln, Wenn nötig Begleitung und Anleitung zu einer Fastenkur oder Schondiät. Anschließende Darmfloraaufbau mit geeigneten Präparaten.

Ernährungsberatung auf Basis der chinesischen Medizin (Ernährung nach den fünf Elementen), unter Berücksichtigung von westlichen und wissenschaftlichen Erkenntnissen.

  Behandlung mit TCM und Akupunktur  auf Basis fundierter individueller Diagnose nach der Kunst Traditionellen Chinesischen Medizin.

  Wenn nötig psychotherapeutische Begleitung und Beratung zur Lebensführung. Darmerkrankungen haben oft eine psychosomatische Komponente.

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Darmstörungen aus der Sicht der TCM

Reizdarm

Reizdarm ist eine sehr häufig auftretende Erkrankung, man spricht von einem Volksleiden. Die genaue Ursache ist nicht bekannt, es handelt sich um eine funktionelle Störung, da es keine organische Ursache dafür gibt. Der Darm ist chronisch gereizt und reagiert mal mehr, mal weniger auf bestimmtes Essen, Stress und emotionale Faktoren.

Auftretende Symptome sind:

  •     Verstopfung
  •     Durchfall
  •     Blähungen
  •     Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe

  Reizdarm in der TCM

Aus der Sicht der chinesischen Medizin können Stress, Frustration und emotionale Belastungen zu einer Leber Qi Stagnation führen. Man sagt auch, die Leber attackiert die Mitte. Das Qi staut sich und die Abwehr in den Darmschleimhäuten ist gestört. Das begünstigt Darmdysbiosen und Entzündungen.

Ferner können Medikamente und Medikamentenzusatzstoffe, die Darmschleimhäute empfindlich stören und Dysbiosen und chronische Entzündungen fördern.

Um den Reizdarm zu behandeln müsste man herausfinden was ihn reizt, alles unter die Lupe nehmen und natürlich auch den Faktor Stress und emotionale Belastungen nicht außer Acht lassen.

Mit der chinesischen Medizin und der Akupunktur kann man das Leber Qi besänftigen und die Mitte stärken.

Ferner ist es nötig herauszufinden welche Mittel den Darm reizen und stören.

Und zu guter Letzt ist es notwendig, die Darmflora wiederaufzubauen und die Darmschleimhäute mit geeigneten Mitteln zu pflegen und zu nähren.

Darmentzündungen, Colitis Ulcerosa, Morbus Chron

Morbus Chron ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die in Schüben auftritt. Sie kann den gesamten Verdauungstrakt betreffen, meist treten die Entzündungen jedoch im Dünndarm auf. Es kommt zu Geschwür- und Fistelbildung.

Charakteristisch sind Schmerzen am rechten Unterbauch und Durchfälle. Fieber kann während eines akuten Schubes auftreten.

Die Entzündungen betreffen mehrere Wandschichten und dadurch kann es zu Verdickungen und Einengung des Darms kommen. Ferner zerstört die Entzündung die Darmwand und als Folge kommt es zu mangelnder Aufnahme von Stoffen über die Darmschleimhaut und zu einer Mangelernährung des Körpers.

  Morbus Chron in der TCM

Von der chinesischen Medizin aus gesehen handelt es sich bei Morbus Chron um Hitze im Darm mit gleichzeitiger Milz-Qi Schwäche. Als Folge können Blutmangel und Yin Mangel auftreten.

Deshalb ist es wichtig auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und während der schubfreien Zeit, auf kalorienreiche, gehaltvolle Nahrung zu achten, sofern sie vertragen wird.

Wenn Nahrungsmittelunverträglichkeiten bestehen z.B. gegen Laktose dann sollte man versuchen diese Lebensmittel möglichst zu meiden.

Was vertragen wird und was nicht ist individuell unterschiedlich.

Die Akupunktur kann hier sehr hilfreich sein, um den Körper wieder zu stärken und aufzubauen und während eines akuten Schubs Hitze auszuleiten und den Bauch zu entspannen.

Bei Morbus Chron würde ich auch zu einer Hormonuntersuchung raten und zusätzlich die Schilddrüse abklären lassen.

  Colitis Ulcerosa

Colitis Ulcerosa ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Dickdarms, die schubweise auftritt. Es kommt zu Durchfällen mit Blut- und Schleimbeimengungen und Bauchschmerzen, dadurch bedingt zu Flüssigkeitsverlusten und zu einem Mangel an Nähstoffen und Vitaminen.

Aus der Sicht der chinesischen Medizin handelt es sich oft um Nässe-Hitze.

Auch hier können Patienten von einer Akupunktur in der intervallfreien Zeit und während eines Schubes sehr profitieren.

Was Ernährung und Nahrungsmittelunverträglichkeiten betrifft gilt dasselbe wie bei Morbus Chron.

  Verstopfung, träger Stuhlgang in der TCM

Verstopfung ist keine Krankheit, sondern ein Symptom welches vielerlei Ursachen haben kann.

  • Mangel an Ballaststoffen in der Nahrung
  • Zu wenig Flüssigkeitsaufnahme
  • Yin- Mangel, dadurch wird der Stuhl zu trocken
  • Hitze im Darm, dadurch trocknen die Flüssigkeiten aus und der Stuhl wird hart
  • Stress oder innere Anspannung, dadurch wird das Qi blockiert und die Ausscheidung
  • Lu- Qi Schwäche oder allgemeine Qi Schwäche, der Körper hat nicht genügend Kraft, den Stuhl nach außen zu befördern (oft bei älteren Menschen)

Durchfälle in der TCM

Hitze, Qi-Stagnation oder Qi und Yang-Schwäche können zu Durchfällen führen.

  • Entzündliche Darmerkrankungen, werden in der TCM als Hitze bezeichnet, dahinter steckt oft eine andere Ursache, beispielsweise eine Qi-Stagnation, die eine Entzündung begünstigt. Das Qi stagniert im Körper bei Hektik, Stress und emotionaler Anspannung.
  • Darminfektionen: Magen-Darm Infektionen, werden in der TCM als Hitze betrachtet.
  • Durfall während der Menses: Kurz vor und während der Menstruation kommt es oft zu Durchfällen, weil das Qi sich nach unten bewegt um den Blutfluss in Gang zu bringen. Das nach unten drückende Qi bewegt auch den Darm.
  • Scharfes Essen:  Dadurch entsteht zu viel Hitze und Bewegung im Darm, das führt oft zu Durchfällen wenn die Schleimhäute nicht gut befeuchtet und genährt sind.
  • Bei Yang Schwäche, konstitutionell oder ernährungsbedingt, kühlt das Verdauungsfeuer ab. Der gesamte Darm arbeitet nicht mehr richtig. Stoffe werden nicht richtig assimiliert, Darminfektionen werden begünstigt, das Wasser wird aus dem Darm nicht richtig resorbiert und es kommt zu Durchfällen.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten und eine gestörte Darmflora entsteht auf der Basis anderer Pathologien zum Beispiel Yang Schwäche oder Qi Stagnation.

  Blähungen und Völlegefühl in der TCM

Blähungen, Völlegefühl und Müdigkeit nach dem Essen sind in der chinesischen Medizin ein Zeichen von einer schwachen Mitte und einer schwachen Verdauung und/oder ein Übermaß an Nahrungszufuhr.  Das Essen wird nicht richtig weitertransportiert, die Darmtätigkeit verlangsamt sich, es kommt zu Völlegefühl und Blähungen. Als Folge kann nicht genug Qi gebildet werden, dadurch entsteht ein Teufelskreis, denn ein Qi-Mangel schwächt erneut die Mitte. Zusätzlich können Trägheit, Müdigkeit und Wasseransammlungen im Körper auftreten.

Hier können die Akupunktur und die chinesische Kräuter helfen, das Mitten Qi zu stärken und die Verdauung wieder in Gang zu bringen. Eine Ernährungsumstellung gemäß der TCM Lehre ist fast immer obligatorisch und wirkungsvoll.

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