Die Leber in der TCM -Aktion und Balance-

Die Funktion der Leber in der  Chinesischen Medizin (TCM)

Spricht man in der TCM von der Leber, dann ist damit nicht das Organ Leber gemeint, sondern eine Funktion.

Aufgabe der Leber

Die Leber, so wie sie in der TCM verstanden wird, hat die Aufgabe das Qi im gesamten Körper zu verteilen, sodass der gesamte Organismus mit Qi versorgt wird.  Doch das ist noch nicht alles. Mit dem Qi werden auch Flüssigkeiten und das Blut bewegt und somit Nährstoffe und alle gelösten Stoffe im Körper verteilt und alle Gewebe befeuchtet.

Sie bewegt, verteilt und hebt die Lebensenergie.

Die Leber ist der General

Die Leber wird in der chinesischen Medizin auch als der General bezeichnet, der entscheidet was als nächstes zu tun ist und was in Bewegung gebracht werden soll. Sie dirigiert das Qi hierhin und dorthin und sorgt somit für einen harmonischen und reibungslosen Ablauf aller Körperfunktionen. Es ist die Kraft, die im Körper alles in Bewegung hält und dadurch Wachstum und Leben ermöglicht.

Es gibt in der westlichen Medizin keine vergleichbare Beschreibung dieser Funktion. Das mag daran liegen, dass es sich bei der Bewegung des Qi um etwas Nicht Materielles handelt.

Qi und die Funktion

Das Qi ist weder sichtbar noch greifbar und somit unterm Mikroskop nicht erkennbar und im Labor nicht nachweisbar.

Dennoch sorgt es im gesamten Körper für einen reibungslosen Ablauf aller Körperfunktionen.

Es fördert die Verdauung, erlaubt der Lunge das Qi abzusenken und eine gute Lungen Funktion, es sorgt für die Bewegung der Flüssigkeiten im Körper und der Befeuchtung der Schleimhäute. Es unterstützt Niere und Blase und die Flüssigkeitsumwandlung und Ausscheidung. Es hebt das Qi und hält somit die Organe an ihrem Platz. Es gibt dem Körper Spannkraft und versorgt die Muskeln mit Blut und sorgt für Bewegung.

Die Leber ausser Rand und Band

Ist das Leber Qi zu schwach, dann fällt die Energie nach unten, es kommt zu Organsenkungen, Schlaffheit und mangelnder Spannkraft und Bewegung.

Ist das Leber Qi zu stark oder stagniert es, dann kommt es zu Anspannungen, Krämpfen und Stagnation von Flüssigkeiten mit Ödemen und schlechter Flüssigkeitsverteilung im Körper. In der Folge kann auch das Blut stagnieren und zu Blutungen führen oder schlechter Durchblutung in bestimmten Körperarealen.

Bewegt sich das Qi nicht harmonisch und friedlich über einen längeren Zeitraum dann stagnieren auch die Flüssigkeiten und das Blut und entstehen Ansammlung von Körpergewebe und Geschwulste.

Eine Stagnation des Leber Qi kann somit überall im Körper Beschwerden verursachen.

Das Leber Qi in der Frauenheilkunde

Menstruation

Das Leber Qi hat die Aufgabe das Menstruationsblut zu bewegen, sodass es zu einer Blutung kommt.

Wenn das Leber Qi stagniert, dann kommt es zu:

  • Beschwerden vor der Periode, zu Schmerzen, Brustspannung und Stimmungsschwankungen, auch als PMS bekannt
  • Schmerzen und Krämpfen während der Periode
  • klumpigem Blut
  • schlechter Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut und Einnistungsschwierigkeiten des Embryos
  • stockender Menstruationsblutung

Eisprung

Damit der Eisprung problemlos ablaufen kann, muss ebenfalls das Le Qi frei und harmonisch fließen.

Eisprungstörungen können unter anderem eine Folge von einer Le Qi Stagnation sein.

Darüber hinaus sorgt das Leber Qi, dass der gesamte Bauchraum, alle Bauchorgane und Gewebe gut durchblutet und versorgt werden. Somit werden Entzündungen, Infektionen, Verklebungen und Geschwulstbildungen verhindert

Stagniertes Leber Qi kann zu PMS, Eisprungstörungen, PCOS, Myome, Zysten, Endometriose, Infektionen und Entzündungen führen oder diese begünstigen.

Ursachen die das Leber Qi blockieren können:

  • Stress, Anspannung und Hektik
  • Ärger und Wut
  • Emotionaler Stress, psychische Probleme und Anspannung
  • Blutmangel, Substanzschwäche durch Mangelernährung oder Blutverluste.
  • Langandauernde emotionale und sonstige Überforderung verbrauchen Substanz und Blut und fördern somit eine Leber Qi Stagnation

Wie man das Leber Qi wieder zum Fließen bringen kann

  • Moderate Bewegung und Sport
  • Entspannung, Meditation, autogenes Training, Qi Gong, Tai-Chi etc.
  • Aufenthalt in der Natur
  • Vermeiden von zu Fettem und sehr scharfem Essen (leichte Schärfe ist günstig)
  • Bei Blut und Substanzmangel auf eine gute und ausgewogene Ernährung, eine gute Verdauung und Darmgesundheit achten.
  • Seelenhygiene betreiben und emotional gut für sich sorgen

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