Akupunktur

Akupunktur und Meridiane in der TCM

Die Akupunktur gehört zu den wichtigsten Anwendungen in der Chinesischen Medizin. Dabei werden sehr feine Nadeln in sogenannte Akupunkturpunkte gesetzt um den Energiefluss zu beeinflussen. Das Qi wird gestärkt oder beschleunigt, stagnierte Energie wird bewegt oder Überflüssiges und Schädliches Qi wird ausgeleitet und aus dem Energiesystem entfernt. Je nachdem was gerade wichtig erscheint.

Doch wie funktioniert Akupunktur? Und was ist Qi?

Im menschlichen Körper zirkulieren Blut, Flüssigkeiten, Hormone und Nervenimpulse. All das fließt im Körper in unterschiedlichen Netzwerken das Blut fließt in Blutbahnen Nervenimpulse in Nervenbahnen etc. Diese Netzwerke stehen miteinander in Verbindung und bedingen sich gegenseitig.

Meridiane

Die Meridiane bilden ein weiteres Netzwerk, nämlich das Meridiansystem. In diesen Bahnen fließt Qi fließt, eine Art Energie, die den Körper belebt. Das Qi wärmt, bewegt und versorgt die Organe und Gewebe mit Energie. Dadurch ermöglicht es die einwandfreie Funktion des Körpers.

Dieses Leitbahnsystem ist feinstofflicher als das Nervensystem und kann mit den derzeitigen Mitteln der Wissenschaft nur indirekt untersucht werden.

Auch in der chinesischen Medizin wird das Qi des Körpers indirekt über dessen Auswirkungen beurteilt, die sich an Symptomen, Puls und Zunge zeigen.

Es gibt Menschen und Therapeuten, die eine so feine Wahrnehmung haben, dass sie es direkt fühlen können doch die meisten bedienen sich der indirekten Beurteilung.

Die Funktion des Qi

Das Qi hat viele Aufgaben im Körper, es öffnet und schließt und ermöglicht dadurch die Arbeit vieler Körperstrukturen. Beispielsweise unterstützt es die Drüsen und das Ausschütten von Hormonen. Oder es bringt die Verdauungssäfte zum Fließen und unterstützt die Bewegung der Nahrung im Körper. Ferner hilft es bei der Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung.

Zusätzlich hilft es die Hautporen zu öffnen und zu schließen. Dadurch reguliert es das Schwitzen.

Es senkt ab und ermöglicht das Ausscheiden von Stoffen wie z.B. Urin und Stuhl.

Es hebt Dinge an und hält dadurch Organe an ihrem Platz.

Qi dichtet Körperöffnungen ab und verhindert, dass Urin, Stuhl, Samenflüssigkeit und vaginales Sekret aus dem Körper auslaufen, wenn sie es nicht sollen.

Ebenso hält es den Muttermund in der Schwangerschaft geschlossen.

Das Qi fließt in einem Leitbahnsystem, den sogenannten Meridianen. Die Meridiane sind untereinander stark vernetzt und haben eine enge Verbindung zum Nervensystem. Zusätzlich haben sie eine enge Verbindung zum Blut- und dem Lymphsystem. Das führt dazu, dass das Qi auch Blut und Flüssigkeiten im Körper bewegt und reguliert.

Anders ausgedrückt, Qi vitalisiert den Körper und es bewegt Blut und Flüssigkeiten. Dadurch kann der Körper, mit allem was er braucht, optimal versorgt werden.

Akupunkturpunkte

Akupunturpunkte sind kleine Öffnungen oder Tore auf den Leitbahnen.

Über diese Pforten nimmt der Akupunkteur Verbindung zum Qi des  Körpers auf. Das Qi fließt in den Meridianen. Die Meridianen durchziehen den gesamten Körper. Deshalb ist es beispielsweise möglich, Akupunkturpunkte am Fuß zu nadeln um den Kopf zu behandeln.

Wie die alten Chinesen die Akupunktur gefunden haben

Es gibt zahlreiche Studien zur Akupunktur und dennoch sind viele Aussagen über die Wirksamkeit der Akupunktur nicht wirklich beweisbar, sondern beruhen auf Überlieferung und auf Erfahrung.  Der Erfolg ist meist subjektiv, deshalb wird häufig diskutiert ob es sich bei der Akupunktur nicht doch um einen Placebo handelt.

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