Allergien

Allergien, Heuschnupfen und Asthma in der TCM

Allergien sind eine Überreaktion des Immunsystems. Das Immunsystem ist unsere Abwehrkraft, die Grenzbeamten und die Polizei, die verhindern, dass Eindringlinge, dem Gesamtorganismus Schaden zufügen können.

Zum einen muss das Immunsystem erkennen, dass es sich hierbei um gefährliche Pathogene handelt, die dem Körper schaden können und zum anderen, muss es die Kraft und die Fähigkeit haben diese angemessen zu bekämpfen.

Bei einer Allergie reagiert der Körper bei harmlosen äußeren Pathogenen im Übermaß, also nicht angemessen. Die Toleranzschwelle ist sehr niedrig und der Körper ist ständig in Alarmbereitschaft und unter Stress. Das führt zur dauernden Erschöpfung und Müdigkeit, weil das Immunsystem ständig arbeitet und kämpft.

Allergien nehmen in der heutigen Zeit immer mehr zu, weil wir immer mehr Stoffen und Einflüssen ausgesetzt sind und das Nervensystem überreizt ist. Man muss ständig auf der Hut sein was als nächstes kommt, so passiert es, dass das Immunsystem überreagiert und seine Ordnung verliert. Es reagiert nicht mehr geordnet und angemessen.

Faktoren die Allergien begünstigen:

  • Chemische Stoffe und Substanzen, die Zahl ist unerschöpflich (Waschmittel, Parfümstoffe, Medikamente, Pestizide, Pflanzendüngemittel, Zusatzstoffe in der Nahrung…)
  • Impfungen
  • Erschöpfung und Schwäche aufgrund von Stress und Überforderung, sowohl körperlich als auch psychisch
  • Nervliche Überreizung
  • Konstitutionelle Schwäche
  • Falsche Ernährung
  • Chronische Erkrankungen und lange Medikamenteneinnahme
  • Chronische Entzündungsherde im Körper

Heuschnupfen

Heuschnupfen ist eine Überreaktion auf die unterschiedlichen Pollen.

Typische Symptome beim Heuschnupfen sind juckende laufende Nase, tränende gerötete Augen, Niesen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Heuchnupfen in der TCM

In der chinesischen Medizin wird das als Wind in der Nase bezeichnet. „Wind-Hitze“ oder „Wind-Kälte“ werden die äußeren Pathogenen Faktoren bezeichnet, die zum Heuschnupfen führen. Damit es jedoch zum Heuschnupfen kommt, muss ein inneres Ungleichgewicht oder Schwäche bestehen. Nicht jeder reagiert auf Pollen allergisch. Tiefere Ursache ist eine Schwäche des Immunsystems, des Wei Qi, bedingt durch eine Schwäche der „Lunge“ oder „Niere“. Oft kommt eine Schwäche der Mitte hinzu, also des Verdauungssystems, wodurch das Qi schwach wird und sich Feuchtigkeit bildet.

Behandlung von Heuschnupfen mit TCM

In der akuten Phase ist es wichtig die Symptome zu behandeln, doch um dauerhaft Erfolg zu haben, sollte man bei Heuschnupfen schon frühzeitig im Winter behandeln. Das  dient dazu Niere, Lunge und die Konstitution zu stärken.

In meiner Praxis wende ich hierzu, Akupunktur, chinesische Dekokte, homöopathische und spagyrische Mittel und Injektionen an und achte auf einen gesunden Darm.

Der Darm spielt bei Allergien eine sehr wichtige Rolle.

In vielen Fällen müssen zuvor Toxine ausgeleitet und die Lymphe gereinigt werden. Meist ist der Organismus verschlackt und überfordert und reagierrt deshalb allergisch.

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Asthma

In der chinesischen Medizin wird zwischen zwei Formen von Asthma unterschieden. Das allergische Asthma, welches durch äußere Faktoren ausgelöst wird und das Asthma welches andere Auslöser hat.

Allergisches Asthma

Das allergische Asthma beginnt oft in der Kindheit, hat viele ähnliche Ursachen wie der Heuschnupfen mit dem Unterschied, dass es sich hierbei um eine tiefere Erkrankung handelt als beim Heuschnupfen und die Auswirkungen tiefgreifender sind, denn jeder Asthmaanfall ist nicht nur Ausdruck einer Schwäche, meist der „Lunge“ und der „Niere“, sondern schwächt den Körper und vor allem das Lungen-Qi noch mehr.

Die chronische Entzündung macht die Lunge anfälliger.

Ursachen:

  • Häufige Lungeninfekte in der Kindheit
  • Genetische Disposition
  • Fehlgeleites Immunsystem
  • Lebensstil, Rauchen
  • Konstitutionelle Schwäche
  • Impfungen
  • Darmdysbiose

Atopisches Ekzem (Neurodermitis)

Neurodermitis taucht meist in der Kindheit auf und verschwindet später von selbst bzw. wird im Laufe des Lebens besser. Es kann allerdings sein, dass es in allergisches Asthma übergeht.

Neurodermitis ist durch stark juckende Ausschläge gekennzeichent, sie beginnen meist in den Innenseiten der Ellenbeugen und in den Kniekehlen und können sich auf Nacken, Gesicht aber auch am gesamten Körper ausbreiten.

Weitere Charakteristika sind:

  • Nach dem Kratzen wird die Haut weiß (weißer Dermographismus), normalerweise wird die Haut rot
  • Ausfall der seitlichen Augenbrauen
  • angeborene doppelte untere Augenlidfalte
  • häufige Hautinfektionen mit z.B. Herpesviren

Die Ursachen für Neurodermitis sind ebenfalls

  • Schwäche im Funktionskreis Niere und Lunge
  • Konstitutionelle Schwäche
  • Impfungen
  • Darmdysbiosen

Hilfreich bei Neurodermitis

  • Tägliche Hautpflege mit fetthaltigen Cremes, möglichst auf natürlicher Basis ohne Parfüms, an den betroffenen Stellen, jedoch nicht während der akuten Entzündung.
  • Haut sanft massieren (nicht während der Entzündung), Kratzen vermeiden, Fingernägel kurz schneiden, nachts Baumwollhandschuhe anziehen.
  • Entspannungsübungen machen, autogenes Training, Meditation.
  • Als sehr hilfreich haben sich Aloeveraprodukte erwiesen, sowohl äußerlich (Umschläge mit Aloe Vera Gel, als auch innerlich als Trinkkur (Aloe Vera Saft)
  • Aufenthalt am Meer und an der Sonne sind oft sehr förderlich.
  • Auf den Vitamin D Spiegel achten und Magnesium nicht vergessen!

Empfehlenswert ist es histaminhaltige Lebensmittel grundsätzlich zu meiden, da sehr oft neben der Allergie eine Histaminintoleranz besteht, welche die Symptome der Allergie noch verschlimmert!

Histaminhaltige Nahrungsmittel:

  • Verarbeitete Lebensmittel, Konserven, Tiefkühlkost
  • Lang gelagerte Nahrungsmittel, oder gekochtes Essen vom Vortag
  • Wurstwaren, Hartkäse, Räucherfisch
  • Alkohol besonders Rotwein, Rotweinessig, Balsamico, Weissweinessig
  • Schokolade, Kakao, Tee
  • Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Brot, Nudeln
  • Vergorene Lebensmittel und Getränke
  • Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Ananas, Kiwi, Nüsse

Wenn Sie an Allergien leiden versuchen diese Lebensmittel eine Zeitlang wegzulassen und selbstverständlich auch alles von dem Sie wissen, dass sie allergisch drauf reagieren.

Histaminarm:

  •  sind frisch verarbeitet Lebensmittel
  • Frische Früchte z.B. Aprikosen, Mango, Äpfel, Melone, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Litschi, Khaki, Rhabarber, Kirschen, Blaubeeren, Johannisbeeren
  • Mozzarella, Ricotta, junger Gouda, Frischkäse, Butterkäse, Mascarpone
  • pasteurisierte Milch
  • frisches Fleisch, frischer Fisch (auch tiefgefroren)
  • Frisches Gemüse und frisch gekochtes Gemüse: Gurke, Brokkoli, grüner Salat, Kohlsorten, Mais, Rote Beete, Kürbis, Zwiebel, Knoblauch, Radieschen, Rettich, Zucchini, Paprika, Karotten, Brokkoli, Kartoffeln, Lauch, Spargel
  • Dinkel, Reis, Mais, Dinkel, Quinoa, Amarant, Hafer, Hirse
  • Dinkelnudeln, Maisnudeln, Reisnudeln, Roggenbrot, Reiswaffeln
  • Reismilch, Hafermilch, Kokosmilch, Mandelmilch
  • Frische Obstsäfte, außer Zitrusfrüchte, frische Gemüsesäfte ohne Sauerkraut
  • Kräutertees
  • Eigelb
  • Apfelessig

TCM  und Behandlung bei Allergien

Alle allergischen Erkrankungen haben meist eine ähnliche Wurzel, obwohl die Ausprägung und die Art wie es sich zeigt, ganz anders ist.

Mit der chinesischen Medizin versucht man eine möglichst genaue Diagnose zu stellen, behandelt im Akutfall die Symptome mit Akupunktur und chinesischen Kräutern und versucht im anfallsfreien Intervall die Wurzel, also die Ursache zu behandeln.

Bei alle Allergien, Heuschnupfen, Neurodermitis und Asthma ist neben dem Vermeiden der Auslöser, also der Allergene, zusätzlich eine Darmsanierung wichtig. Eine Ausleitung von Toxinen, die sich aufgrund von Impfungen oder chronischer Medikamenteneinnahme im Körper befinden und möglicherweise eine Ernährungsumstellung.

Wie genau sie aussehen soll, muss im Einzelfall geklärt werden.

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