Wechseljahre TCM

Klimakterische Beschwerden in den Wechseljahren aus der Sicht der TCM

Die chinesiche Medizin hat ein fundamental anderes Bild vom Menschen und seine Gesundheit als die westliche Medizin. Sie beschäftigt sich nicht so sehr mit der Materie, sondern vielmehr mit der Energie und der Funktion der Organe und ihr Zusammenspiel.

Zentrale Begriffe sind Yin und Yang.

Yin ist der materielle Aspekt, das bewahrende und kühle. Yang ist die Aktivität und die Dynamik. Yin wird mit Wasser assoziert und Yang mit Feuer.

Wenn Yin und Yang im Gleichgewicht sind, dann kocht das Feuer das Wasser und daraus entsteht Dampf, das ist das Qi.

Qi ist die Kraft, die im Körper zirkuliert und ihn mit Energie und Geschmeidigkeit versorgt und dadurch lebendig hält.

Wenn das Qi stark ist dann funktioniert alles im Körper reibungslos, der Körper atmet, verdaut und stellt Substanzen her unter anderem Blut, Säfte und Blut her. Der Körper kann dadurch gut befeuchtet und genährt werden.

Blut spielt in der Frauenheilkunde eine zentrale Rolle.

Dadurch, das Frauen jeden Monat bluten, verlieren sie diese kostbare Substanz und sie muß wieder nachgebaut werden.

Blut ist ein sehr kostbarer Saft und eine umgewandelte Essenz. Es wird auch als materielle Basis des Bewusstseins betrachtet.

Durch das monatliche Bluten sind die Frauen fruchtbar und bringen dadurch der Welt ein Geschenk dar. Blut auf die Erde zu vergießen wurde in archaischen Kulturen auch als schenkende Opfergabe betrachtet.

Nach dem Klimakterium bluten die Frauen nicht mehr und können deshalb diese Überschüsse für sich selber nutzen und in Essenz und Weisheit wandeln. Sie stehen der Welt nicht mehr mit ihrer körperlichen Fruchtbarkeit zur Verfügung, sondern mit ihrer geistigen Reife, Lebenserfahrung und Intuition. Früher wurden ältere Frauen deshalb auch als weise Frauen verehrt.

Doch bevor es so weit ist muß im Körper ein Umstellungsprozess bewerkstelligt werden.

Im Wechsel geraten Yin und Yang aus dem Takt. In der fruchtbaren Zeit überwiegt bei den Frauen das Yin, der substanzielle, bewahrende und kühlende Aspekt. Das geschieht durch das Übermaß an Hormonen, bedingt durch den Eisprung.

Im Wechsel versiegt das Yin und das Yang übernimmt die Kontrolle. Das führt zu Hitzesymptomen wie Schweißausbrüchen, Schlaflosigkeit, Unruhe, Gereiztheit und Agression. Hitze führt zu Trockenheit der Haut, der Schleimhäute. Dadurch werden Gewebe und Haare nicht gut genährt. Das ist ein Yang Zustand.

Nach dieser Wallung, verliert der Körper Hitze und Energie und es kommt kurzzeitig zum Gegenteiligen Zustand, nämlich zu frieren und Erschöpfung. Ein Yin Zustand.

Bis der Wechsel vollzogen ist und der Körper wieder zu seinem Gleichgewicht findet, kann es einige Jahre dauern.

Mit der TCM kann man im Wechsel das Yin und Yang ausgleichen und dadurch die Symptome abmildern, damit frau gut durch diese Zeit kommt.

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