Chinesische Phytotherapie

Die Phytotherapie der TCM

Die chinesische Arzneimitteltherapie ist eine sehr alte und komplexe Therapiemethode. In früheren Zeiten wurde die chinesische Phytotherapie getrennt von der Akupunktur angewendet. Es gab Ärzte für Phytotherapie und Ärzte für Akupunktur. Die Ärzte für Phytotherapie hatten einen höheren Stellenwert und genossen ein höheres Ansehen.

In der Kräutertherapie wird eine Diagnose nach TCM gestellt. Diese ist die Basis für das Rezept. Die einzelnen Bestandteile werden für jeden Patienten individuell zusammengestellt und als Dekokt, Pulver oder Pillen vom Therapeuten verordnet.

Je nach Krankheitsmuster und Beschwerden kommen andere Bestandteile in die Rezeptur.

Bestandteile der Kräuterrezepturen

Eigentlich handelt es sich nicht allein um Kräuter, sondern die Rezepturen bestehen aus  allen pflanzlichen Bestandteile wie Wurzeln, Samen, Rinden, Früchten, Blüten, Stengeln und Blättern. Allerdings auch aus Mineralien, Harzen und manchmal auch aus tierischen Bestandteilen. Einige tierische Bestandteile dürfen in Deutschland nicht verwendet werden, weil sie mit Recht unter Artenschutz stehen.

In der chinesischen Medizin gibt es jedoch auch Fertigarzneien, bestehend aus chinesischen Kräutern und anderen Bestandteilen.

Weitere Anwendungen sind Umschläge, Tinkturen und Salben.

Der Vorteil der individuellen Rezepturen ist jedoch, dass man die Zusmmensetzung , je nach Bedarf und Veränderungen der Beschwerden, abwandeln und anpassen kann.

Erstellung einer Rezeptur

Die Erstellung von chinesischen Kräuterrezepturen ist sehr komplex und erfordert ein jahrelanges Studium. Es geht darum das Krankheitsmuster eines Patienten sehr differenziert zu erfassen, um das entsprechende Dekokt zusammenzustellen.

Chinesische Kräuter haben nicht nur eine Wirkung, sondern auch Nebenwirkungen wie alle Substanzen, deshalb ist eine Rezeptionierung durch einen kundigen Therapeuten unerlässlich. Denn die Kräuter wirken nicht nur einzeln, sondern haben auch einen Synergieeffekt, den man kennen muß. Ausserdem muss eine Rezeptur in sich harmonisch und auf den Patienten abgestimmt sein, um kein Ungleichgewicht zu verursachen.

Anwendung in der Praxis

In meiner Praxis verordne ich in den meisten Fällen, individuell zusammengestellte chinesische Kräuterrezepturen, in Form von pulverisierten Rohdrogen. Ich verschreibe nur rohe pulverisierte Kräuter, deren Qualität in Deutschland geprüft wird. Das ist derzeit die sicherste und günstigste Art geprüfte chinesische Kräuter zu bekommen.

Sie werden folgendermaßen zubereitet:

Zubereitung einer chinesischen Kräuterrezeptur mit pulverisierten Kräutern.

Die Einnahme der chinesischen Tees erfogt am besten vor dem Essen, sofern keine Magenprobleme bestehen. Zum Essen sind sie jedoch besser verträglich. Am Besten ist es sie warm zu trinken, damit sie leichter vom Körper aufgenommen werden können.

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