Mastopathie

Brustschmerzen – Knoten in der Brust

Brustspannung, Knoten und Schmerzen der weiblichen Brüste kommen sehr häufig vor. Die weiblichen Brüste verändern sich im monatlichen auf und ab der Hormone und im Laufe des Lebens. Beispielsweise in der Pubertät, in der Schwangerschaft, bei hormonellen Schwankungen und in den Wechseljahren. Viele Frauen haben leichte und erträgliche, manche haben jedoch massive Probleme.

Meist bestehen Brustspannung, berührungsempfindliche Brustknospen und Schmerzen beim Liegen. Manche Frauen vertragen keine enge Kleidung. Das Tragen eines BH wird an den Tagen vor der Periode unmöglich. Tastbare Knoten in der Brust oder einseitige Schmerzen können darüber hinaus sehr beunruhigend sein.

Bei Beschwerden der weiblichen Brüste wird grob zwischen Mastodynie und Mastopathie unterschieden.

Mastodynie

Brustspannungen und Schmerzen treten in der zweiten Zyklushälfte auf, meist eine Woche vor dem Einsetzen der Periode. Sie sind ein Symptom des prämenstruellen Syndroms, auch als PMS bekannt. Diese Beschwerden treten ausschließlich zyklusabhängig auf und verschwinden nach Einsetzen der Periode wieder. Hier besteht keine substanzielle Veränderung des Brustgewebes.

Mastopathie

Bei der Mastopathie kommt es zu Veränderungen des Brustgewebes. Die Brust ist knotig, fest und verhärtet. Es können einzelne verschiebbare Knoten tastbar sein. Hier handelt es sich um eine Vergrößerung der Brustdrüsen. Dabei können Zysten (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume) entstehen (zystische Mastopathie).

Außerdem kann es zu verstärktem Wachstum des Bindegewebes kommen (fibröse Mastopathie). Kommt beides gleichzeitig vor, dann spricht man von fibrozystische Mastopathie. Eine Mastopathie ist und bleibt meist eine gutartige Veränderung der Brust. Dennoch sollten Sie Veränderungen der Brüste immer ärztlich abklären lassen.

In der Regel betrifft eine Mastopathie beide Brüste. Es können jedoch auch einseitige Beschwerden wie Ziehen oder Knoten auftreten. Die Symptome verschlimmern sich meist zyklusabhängig in der 2.ten Zyklushälfte. Im Gegensatz zur Mastodynie treten Beschwerden jedoch auch unabhängig vom Zyklus auf.

Ursachen:

Aufgrund von Hormonveränderungen, kommt es zu verstärkten Wassereinlagerungen. Die Brüste drücken und spannen. In der 2.ten Zyklushälfte steigen Östradiol und Progesteron an. Besteht ein Progesteron Mangel dann entsteht eine relative Östrogendominanz, mit den entsprechenden Symptomen.

Progesteron Mangel und relativer Progesteron Mangel sind jedoch nicht die alleinigen Gründe für PMS, Mastodynie und Mastopathie. Auch Stress und lang andauernde Erschöpfungsphasen können dazu führen. Eine Mangelversorgung mit Jod kann ebenfalls das Brustgewebe beeinflussen und zu PMS, knotigen Veränderungen und Verhärtungen der Brüste führen. Jod ist ein essenzieller Mikronährstoff, nicht nur für die Schilddrüse, sondern auch für das Brustgewebe und die Brustgesundheit. Ein Progesteron Mangel verschärft einen Jodmangel noch mehr.

Knotige, schmerzhafte Brüste aus Sicht der TCM

Schmerzen der Brüste werden in der TCM mit Leber Qi Stagnation erklärt. Das Qi des Körpers staut sich und blockiert den Energiefluss in der Körpermitte. Dabei können Brustspannung und Stimmungsschwankungen auftreten. Die Ursachen hinter der Leber Qi Stagnation können vielfältig sein. Hauptsächlich tritt diese Funktionsstörung bei Stress oder Ärger auf.  Gleichzeitig kann eine Leber Qi Stagnation Gereiztheit und Ärger auslösen. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz.

Weitere Gründe für Leber Qi Stagnation können eine Milz-Qi-Schwäche oder eine allgemeine Qi und Blutschwäche sein. Diese kann mit einer allgemeinen Hormonschwäche erklärt werden bzw. dazu führen.

Ferner kann eine Yang Schwäche eine Stoffwechselschwäche nach sich ziehen, wie sie zum Beispiel bei Schilddrüsenproblemen auftreten kann. Eine Yang Schwäche führt zwangsläufig zu Feuchtigkeit und Schleimbildung im Körper. Zysten und Bindegewebswucherungen werden in der TCM mit Schleim und Blutstasis erklärt. Hier haben wir wieder den Zusammenhang zur Schilddrüse.

Bei Mastopathie sollte man auf jeden Fall die Schilddrüse und den Jodstatus im Auge behalten und evtl. ausgleichen. Auch dann, wenn die Schilddrüsenwerte in Ordnung scheinen.

Behandlung von Mastodynie und Mastopathie in meiner Praxis