Frühjahrsmüdigkeit?

Tipps aus der Naturheilpraxis

Wenn die Tage länger werden und der Winter nun endlich vorbei ist stellt sich oft eine lähmende Müdigkeit ein. Man kommt nicht so richtig in die Gänge. Der Körper hat Schwierigkeiten sich umzustellen und reagiert mit Müdigkeit.

Die Ursachen hierfür sind wissenschaftlich nicht genau bekannt. Man vermutet durch die höheren Temperaturen eine Entspannung der Blutgefäße und eine damit einhergehenden Blutdruckabfall.

In der Naturheilkunde wird die Frühjahrsmüdigkeit mit einer Überlastung des Organismus, besonders der Leber und der Lymphe, erklärt. Im Winter fährt der Stoffwechsel herunter, die Körperkräfte ziehen sich nach innen. Im Frühjahr steigt die Energie wieder auf und bewegt sich nach außen, ähnlich den Säften in den Pflanzen und den Bäumen. Wenn im Winter viele Stoffwechselprodukte liegen geblieben sind, dann kann die aufkeimende Energie nicht frei nach oben und außen fließen, sie wird blockiert und man fühlt sich müde. Das ist so ähnlich wie wenn man lange Zeit seine Wohnung nicht aufgeräumt und geputzt hat. Alles ist verstaubt, man findet nicht was man sucht, viele Dinge stehen hinderlich im Weg herum. Ein Frühjahrsputz ist angesagt!

Nicht nur die Wohnung braucht einen Frühjahrsputz, sondern auch der Körper!

Was tun bei Frühjahrsmüdigkeit?

     Frühes aufstehen, Bürstenmassagen und Wechselduschen kurbeln den Kreislauf und den Stoffwechsel an und unterstützen den Lymphfluss.

     Sauna und Dampfbäder um die Entgiftung anzuregen und den Körper zu aktivieren

     Vitaminreiche Ernährung ist das was der Körper jetzt braucht. Gemüse, Kräuter und Sprossen sollten den Speiseplan bereichern. Selbstgezogene Sprossen auf der Fensterbank sind gute Mineralstoff- und Vitaminliferanten.

     Wildkräuter sammeln und als Smoothie, für den Salat oder für eine Suppe verwenden. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man sich an der frischen Luft aufhält. Wildkräuter sind voll mit den Kräften des Frühlings und der Natur und unterstützen den Körper beim jährlichen, körperlichen Frühjahrsputz. Wenn Sie nicht wissen welche Kräuter Sie verwenden können und wo Sie Sie pflücken, dann belegen Sie einen Kurs. Wenn Sie einen eigenen Garten haben, perfekt! Schauen Sie welche Wildkräuter dort wachsen. Der Volksmund sagt, dass im eigenen Garten die Kräuter wachsen, die man benötigt.

     Bewegung im Freien um Sauerstoff zu tanken und die Vit D Depots wieder aufzufüllen. Es kann auch nötig sein ein Vit D Präparat zu nehmen.

     Verzicht auf Milchprodukte, Zucker, Alkohol und spätes üppiges Essen. Essen Sie leichte Kost!

     Unterstützung der Leber durch geeignete Leberkuren mit Löwenzahn, Mariendistel und allen bitteren Salaten und Kräutern, beispielsweise Chicorée und Endivien.

     Essen Sie mehr grün! Alle grünen Nahrungsmittel unterstützen die Leber und die Nerven.

     Machen Sie eine grüne Diät!

Dabei werden für einige Tage bis Wochen nur grüne Nahrungsmittel verzehrt und zwar roh und gekocht.  Alles grüne Gemüse und Obst ist geeignet. Roh, gedünstet oder als Suppe, bestehend aus Broccoli, Lauch, Zucchini, Kohlrabi, Wirsing und Stangensellerie. Oder beispielsweise Zuchinnispaghetti mit Pesto.  Grüne Salate und Kräuter aller Art können reichlich verzehrt werden. Gerichte bestehend aus grünen Mungbohnen, grüne Linsen und getrocknete grüne Erbsen geben genügend Energie und sättigen. Grünes Obst wie Kiwi, grüne Äpfel und Birnen in der Pfanne mit etwas Kokosöl geschmorrt als Dessert und Lust auf Süßes.

Wer sehr schlank ist und nicht zu viel Gewicht verlieren möchte, kann die grüne Diät mit Nüssen ergänzen. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch dürfen zum Kochen verwendet werden, auch etwas Salz und Pfeffer sind erlaubt. Ferner kann man zum Kochen Olivenöl, Ghee und Kokosöl einsetzen.

Als Getränke sind alle Kräutertees, Ingwertee, sowie grüner Tee erlaubt und natürlich Wasser. Wer zum Frieren neigt sollte viel Ingwertee mit Zimt trinken und auf grünen Tee verzichten.

     Grüne Smoothies mit Spirulinapulver zum Start in den Tag sind ideal um sich etwas Gutes zu tun, Giftstoffe im Körper zu binden und auszuscheiden.

Weitere Gründe für Müdigkeit

Neben der Frühjahrsmüdigkeit gibt es eine Reihe weiterer Gründe wie es zur Müdigkeit kommen kann. Wenn die Müdigkeit nicht nur vorübergehend ist, sondern schon länger anhält, dann sollte man weitere Möglichkeiten in Betracht ziehen und evtl. einen ärztlichen Checkup machen.

  • Chronische Erkrankungen
  • Nach akuten Infekten, z.B. Grippe oder grippale Infekte
  • Schilddrüsenprobleme, z.B. Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto
  • Burnout
  • Schlafstörungen
  • Leberstörungen
  • Allergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Darmprobleme
  • Vitamin und Mineralstoffmangel, z.B. Eisen, Vitamin B 12, Vitamin D
  • Medikamente
  • Lebensphasen der Umstellung, z.B. Schwangerschaft, Wechseljahre

Weiterführende Infos:

Chronische Müdigkeit

Erschöpfung und Burnout

Chronisch müde und schlapp

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