Akupunktur Wirkung

Schnelle Hilfe durch Akupunktur

Wann werde ich was merken? Wie schnell wirkt Akupunktur? Wie oft muss ich kommen bis sich was ändert? Woran erkenne ich, ob Akupunktur bei mir hilft?  Das sind Fragen, die in der Praxis häufig gestellt werden.

Verständlicherweise möchten PatientInnen wissen, wann eine Wirkung eintreten wird und wie schnell sich ihre Probleme und Symptome lösen werden.

Sie werden es schon ahnen, es gibt keine allgemeingültigen Antworten auf diese Fragen. Jeder Mensch ist anders und jeder reagiert unterschiedlich schnell auf einen Stimulus, doch es gibt Richtungslinien.

So funktioniert die Akupunktur

Bei einer Akupunktursitzung werden feine Nadeln in Akupunkturpunkte gesetzt und dort belassen, damit sie ihre Wirkung entfalten können. Akupunkturpunkte sind kleine Öffnungen, über die man die Meridiane und die Energieströme des Körpers erreicht. Die Energieströme sind untereinander verbunden. Zusätzlich haben sie Verbindungen zu inneren Organen und Gewebe. Alles ist mit allem verbunden.

Mithilfe der Akupunkturnadeln nimmt man mit dem Energiesystem des Körpers Kontakt auf und setzt einen Reiz. Wenn das System schnell darauf reagiert, dann tritt rasch eine Wirkung ein. Reagiert es zögerlich oder überhaupt nicht, dann fällt die Antwort entsprechend verhalten aus.

So wie Menschen unterschiedlich auf äußere Reize reagieren, so reagiert auch der Körper unterschiedlich auf therapeutische Reize, wie die Akupunktur.

Während die einen aufbrausend oder begeistert reagieren, zeigen sich andere zurückhaltend oder gar abweisend.

Die Reaktionsfähigkeit des Körpers

Es gibt mehrere Faktoren, die einen Einfluss auf die Reaktionsfähigkeit des Organismus haben.

Hierzu zählen die vitale Kraft, die Chronizität einer Erkrankung, ob man mehr Yin oder Yang hat und wie durchlässig der Körper, der Geist und die Seele sind.

  • Vitale Kraft

Je mehr Qi und Blut ein Mensch besitzt, je fitter und vitaler er ist, umso schneller wird die Wirkung, auf die Akupunkturbehandlung eintreten. Die vitale Kraft eines Menschen wird bestimmt durch seine Konstitution, die Ernährung, seine Lebensweise, durch Sonnenlicht, Bewegung und Muskelaktivität, Atmung und Sauerstoff und seine seelische Balance.

Gesunde Menschen mit akuten Symptomen reagieren in der Regel recht rasch auf die Akupunktur. Geschwächte und chronisch Kranke brauchen dagegen länger und vertragen nur einen sanfteren Stimulus.

  • Chronizität und Komplexität

Je länger eine Beschwerde besteht, umso länger braucht die Genesung und desto langwieriger ist die Behandlung.

Bei komplexen, chronischen Erkrankungen muss der Stimulus sanft und behutsam sein. Hier ist weniger oft mehr. Dafür ist Geduld gefragt. Bei vielschichtigen Erkrankungen dauert die Behandlung länger, weil man behutsam Schicht für Schicht behandeln kann. Man kann nicht alles gleichzeitig angehen.

Bei chronischen Erkrankungen hat sich ein bestimmtes Muster eingeschlichen. Es ist eine Art neue Gewohnheit entstanden. Der Körper hat gelernt mit der Beschwerde und der Erkrankung zu leben. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie schwierig es ist alte Gewohnheiten zu verändern. Auch wenn sie nicht guttun bringen sie einen gewissen Nutzen. Um diese zu verändern ist es wichtig lange dranzubleiben und einen Stimulus zu wiederholen und immer wieder die alteingefahrenen Bahnen zu verändern. Das geschieht durch regelmäßige Akupunkturbehandlungen. So lange, bis sich eine neue Gewohnheit etabliert hat und der Körper gelernt hat, die neue Balance zu halten.

  • Yin oder Yang

Menschen mit mehr Yin-Anteilen reagieren langsamer und verhaltener auf eine Akupunkturbehandlung, dafür stabiler und langanhaltender.

Menschen, die mehr Yin haben sind von Natur aus langsamer, weicher, schwerer und neigen zu Kälte.

Frauen haben mehr Yin als Yang. Die Behandlung dauert meist länger als bei Männern und sie sprechen langsamer auf eine Akupunkturbehandlung an. Dafür haben sie mehr Geduld und Zähigkeit.

Menschen mit mehr Yang Anteilen sind schnell, härter, reaktiver und wärmer.

Männer und Kinder haben oft mehr Yang Anteile und reagieren entsprechend schnell auf Akupunktur. Dafür haben sie wenig Geduld und es muss schnell gehen.

Menschen mit mehr Yang reagieren schnell, dafür kann es sein, dass die Wirkung auch rasch verfliegt.

Achtung: Männer sind nicht Yang und Frauen nicht Yin. Es geht lediglich um Tendenzen. Es gibt Frauen, die viel Yang haben, viel Feuer, sehr schnell sind und entsprechend schnell reagieren und umgekehrt.

  • Durchlässige oder dichte Organismen

Chemische Substanzen aus Nahrung, Kosmetika, Medikamenten und Umweltgiften, verschlacken  und blockieren das menschliche System und machen es weniger durchlässig. Aber auch festgefahrene Emotionen und fixe Gedanken können den Körper blockieren. Nicht umsonst spricht man von toxischen Gedanken und Emotionen.

Überflüssige und toxische Substanzen werden im Körper abgelagert und auf die Art und Weise „entsorgt“.  Sie machen den Körper dicht, sodass sanfte, äußere Reize wie Akupunktur, kaum Wirkung zeigen.

Menschen mit hoher Sensibilität und Durchlässigkeit reagieren dagegen schneller auf äußere Reize.

Je sanfter ein Mensch ist und je klarer und durchlässiger sein System, desto besser reagiert er auf feinstoffliche Medizin. Durchlässig ist ein System dann, wenn ein Mensch naturbelassene Nahrung zu sich nimmt, einen natürlichen Lebensstil pflegt, viel meditiert und geistig und emotional feinsinnig ist.

  • Placeboeffekt

Nicht zu unterschätzen und zu vernachlässigen ist der Placeboeffekt, der bei jeder Heilung und in jedem Medizinsystem eine wichtige Rolle spielt.

Der Placeboeffekt ist die Fähigkeit eines Organismus seine unbewussten geistigen Kräfte so zu formieren, dass eine Besserung oder Heilung eintreten kann. Der Placeboeffekt kann verstärkt oder geschwächt werden. Die Kunst eines Therapeuten besteht darin, den Placeboeffekt zu verstärken, denn es ist eine wunderbare Medizin, die ganz ohne äußere Mittel auskommt. Die Sensibilität und die Fähigkeit des Patienten zu vertrauen und sich zu öffnen, verstärkt diesen Effekt.

Der Placeboeffekt wird durch das Zusammenspiel, zwischen Patient und Therapeut bewirkt und setzt Hoffnung, Vertrauen und guten Willen voraus.

 

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