Hormonyoga

Hormonyoga bei Zyklusstörungen und Kinderwunsch

Hormonyoga wird von meinen Patientinnen häufig nachgefragt. Viele haben gehört oder gelesen, dass es sehr viele positive Effekte bei hormonellen und gynäkologischen Erkrankungen hat. Es wird häufig bei Zyklusstörungen, Menstruationsbeschwerden, bei Wechseljahrsbeschwerden und auch bei Kinderwunsch eingesetzt. Einige Patientinnen praktizieren schon Hormonyoga und berichten mir über viele positive Veränderungen. Sie haben das Gefühl, dass sich da etwas tut und dass sich obendrein ihr Körpergefühl verbessert.

Durch Zufall bin ich  auf Ute Albrecht-Mayr gestoßen. Sie ist Yogalehrerin in München und hat Hormonyoga direkt bei Dinah Rodriques gelernt. Ich bat sie einen Gastbeitrag für mich zu schreiben und das Hormonyoga zu erklären. Im Anschluß finden Sie viele wichtige Informationen über das Hormonyoga und den Ablauf einer Stunde. Ferner finden Sie Infos über ihr Yoga und Seminarangebot, vor allem Daten und Buchungsmöglichkeiten zu ihren Hormonyogakursen in München.

Viel Spaß beim Lesen!

Konstantina Vrontou

Hormonyoga – Original nach Dinah Rodrigues –

(Gastbeitrag von Ute Albrecht-Mayr)

Dinah Rodrigues hat nach jahrzehntelanger Erfahrung mit Yoga und seiner Wirkungsweise ihre Hormonyoga-Methode Anfang der 90-er Jahre entwickelt. Ihr Buch zum Thema gilt als Standardwerk bei allen Arten des hormonellen Ungleichgewichts. Im Laufe der Jahre haben etliche Frauen mit einer Vielzahl von Beschwerden Hormonyoga praktiziert: mit niedrigen Hormonwerten, hormonell bedingter Unfruchtbarkeit, menstruellen Beschwerden, PMS, Eierstockzysten, vorzeitiger Menopause und bei Symptomen der Menopause: Hitzewallungen, Schlafstörungen, Nachtschweiß, emotionale Instabilität, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisschwund, sinkende Libido, Gewichtszunahme etc. Auch zur Prävention von Osteoporose und Herz-Kreislauferkrankungen wird Hormonyoga von vielen Frauen angewendet.

Die Methode wurde mit dem Ziel konzipiert, die hormonelle Produktion anzuregen und auszubalancieren. Die endokrinen Drüsen der Frau sollen dabei (re-)aktiviert werden: Eierstöcke, Schilddrüse, Hypophyse und Nebennieren. Einfache Yogaübungen, intensive Atemtechniken und harmonisierende Energielenkungen sollen das Wohlbefinden steigern und Stress, den Hormonkiller Nummer Eins, lindern.

Techniken des Hormonyoga

Neben Körperübungen, die auf die Eierstöcke, die Schilddrüse, die Hypophyse und die Nebennieren wirken sollen, sind auch intensives Pranayama (Atemtechniken), Bandhas (Verschlüsse durch das Zusammenziehen bestimmter Muskeln) sowie tibetische Energielenkung Bestandteile des Hormonyoga.

  1. Atmung
  • Bhastrika Atmung

Bhastrika ist eine intensive Bauchatmung, bei der Ein- und Ausatmung gleich lang und kraftvoll sind. Beim Einatmen wölbt sich der Bauch nach außen, beim Ausatmen wird der Bauch Richtung Wirbelsäule gezogen.

  • Ujjayi Atmung

Beim Ein- und Ausatmen wird die Stimmritze verengt, um dem Luftstrom einen Widerstand entgegenzusetzen. So soll die Schilddrüse massiert werden. Der Atem wird in den Brustraum gelenkt.

  1. Bandhas

Bandha bedeutet Riegel oder Verschluss. Durch das Zusammenziehen bestimmter Muskeln wird die Energie im Körper gehalten und gelenkt.

  • Mulabandha

Bei diesem „Wurzelverschluss“ werden die Muskeln des Anus und des Perineums (Damm) zusammengezogen.

  • Uddiyanabandha

Der „Hochflugverschluss“ wird nach völliger Ausatmung (und leerem Magen) ausgeführt. Der Oberbauch wird nach innen und oben gezogen, ein Unterbauchvakuum entsteht.

  • Jalandharabandha

Beim „Halsverschluss“ hebt man den Brustkorb und senkt das Kinn Richtung Kehle.

  1. Energiekreislauf

Eine der wichtigsten Techniken im Hormonyoga ist der sogenannte Energiekreislauf. Man atmet ein, hält den Atem, lenkt die Konzentration zunächst auf die Nasenspitze und nach dem Setzen von Mulabandha auf die Stelle, um die es in der Übung, die gerade ausgeführt wird, geht: seien es die Eierstöcke, die Schilddrüse oder die Hypophyse.

  1. Übungen

Ein Beispiel für eine Übung aus der Hormonyoga-Serie original nach Dinah Rodrigues: Janusirsana

Im Sitzen die Beine ausstrecken, den Rücken aufrichten.

Das rechte Knie beugen, die Ferse nah zum Damm stellen. Das Knie seitlich bis zum Boden absenken. Die linke Hand mit gespreizten Fingern auf den Boden legen, die rechte Finger für Finger drauf platzieren. So die Arme senkrecht nach oben heben und strecken. Den Oberkörper zum gestreckten linken Bein drehen. Hier einatmen und beim Ausatmen vorbeugen und die große Zeh des linken Fußes im Klammergriff (Daumen und Zeigefinger) festhalten, alle anderen Finger über die Zehen legen. Sieben Bhastrikas ausführen: Beim Einatmen den Fuß Richtung Oberkörper ziehen, den Oberkörper nach hinten beugen, beim Ausatmen den Fuß strecken.

Die Energielenkung zu Nasenspitze und linkem Eierstock ausführen.

Dann die Seite wechseln und die Übung auf der rechten Seite ausführen.

Die Energielenkung erfolgt zu Nasenspitze und rechtem Eierstock.

Hormonyoga in der Praxis:

  • Die Hormonyoga-Serie ist für Frauen mit und ohne Yogavorkenntnisse geeignet.
  • Die Praxis beginnt mit dem Einüben der Techniken. Wenn diese beherrscht werden, können die Aufwärmübungen, die auch schon die Hormonproduktion anregen sollen und die eigentliche Hormonyoga-Serie praktiziert werden.
  • Sobald eine Routine erreicht ist, kann die Serie nebst Aufwärmübungen in einer halben Stunde etwa praktiziert werden. Laut Dinah Rodrigues am besten täglich um gute Hormonwerte zu erzielen und um diese zu erhalten zwei bis dreimal die Woche. Etwa zwei Stunden vor dem Üben sollte man nichts essen.

Kontraindikation:

In folgenden Fällen wird vom Hormonyoga abgeraten: Während der Schwangerschaft und drei Monate nach der Entbindung, bei hormonell bedingtem Brustkrebs, bei größeren Myomen , bei fortgeschrittener Endometriose, nach Operationen nur mit ärztlicher Erlaubnis. Bei Bluthochdruck und Schilddrüsenüberfunktion werden einige Übungen angepasst.

Über Dinah Rodrigues

Dinah Rodrigues wurde am 13. Mai 1927 in Sao Paulo geboren. Sie studierte Psychologie und Philosophie. Schon früh interessierte sie sich für Hatha Yoga, lernte bei renommierten Yogalehrern und studierte auf eigene Faust intensiv auf diesem Gebiet. Weltweit durchstöberte sie Buchhandlungen und Antiquariate nach seltenen Schriftstücken zum Thema Yoga. Angestoßen von ihrem Gynäkologen Dr. Luciano Nardozzo, den sie mit ihren damals 65 Jahren mit einem hervorragenden Hormonspiegel beeindruckte, intensivierte sie ihre Nachforschungen im Bereich Yoga und Hormone und konzipierte ihre mittlerweile weltweit bekannte Methode der hormonellen Yoga-Therapie. Sie ist getragen von Hatha Yoga, buddhistischer Energietechnik und Atemtechniken. Seit 1992 gibt Dinah Rodrigues Hormonyoga-Kurse und überprüft die Resultate laufend anhand von regelmäßig durchgeführten Untersuchungen der Hormonwerte. Noch heute reist die „First Lady der Hormone“ weltweit umher, um Yogalehrer mit ihrer Methode vertraut zu machen.

Empirische Studien

Im Jahr 2001 führte Dinah Rodrigues eine wissenschaftliche Studie durch, in der sie die Resultate von 116 Frauen, die Hormonyoga praktizierten und sie regelmäßig über die jeweils erreichten Ergebnisse informierten, auswertete. Sie führte diese in Zusammenarbeit mit ihrer Tochter Laura Rodrigues durch, die an der London University ihren Magister der Naturwissenschaften und Doktor der Philosophie erworben hatte. Die Studie ließ folgende Aussagen zu: nach durchschnittlich vier Monaten Übungspraxis trat bei allen Frauen eine Erhöhung der Hormonwerte ein (um durchschnittlich 254% laut Quelle Rodrigues, D.: Avaliacao do efeito da pratica de Yoga-Terapia-Hormonal para Menopausa. Madras Editora 2002) sowie eine Besserung oder Beseitigung ihrer hormonell bedingten Beschwerden. Und: Je häufiger die Praxis umso besser die Ergebnisse.

Über mich:

Ich praktiziere seit 2002 Yoga, unterrichte selbst seit 2013. Am 13. Mai 2017 überreichte mir Dinah Rodrigues persönlich das Hormonyogalehrer-Zertifikat. An ihrem 90. Geburtstag! Seither unterrichte ich einmal wöchentlich Hormonyoga und gebe regelmäßig Hormonyoga-Workshops, die interessierte Frauen dazu in die Lage versetzen sollen, lehrerunabhängig zu Hause zu praktizieren. Ich verbinde Hormonyoga vorzugsweise mit Yin Yoga und systemischem Coaching.

Yin Yoga

Nicht vergessen: Stress ist der Hormonkiller Nummer Eins. Und Yin Yoga ist eine wunderbare Methode, um Stress zu reduzieren. Die Positionen werden lang gehalten, die Muskeln entspannen, das Bindegewebe kann reagieren. Kompression wirkt auf Gewebe und Organe.

Die Sinne ziehen sich zurück (Pratyahara) und der Geist hat den Raum, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Eine Praxis der Hingabe, die einen Dialog mit sich selbst ermöglicht und erkennen lässt, wie man generell an Aufgaben im Leben herangeht: Leiden oder Lösen, Hineinfühlen oder mit Kraft dagegenhalten, Resonanz oder Wegschieben, freudige Neugier oder Ärger.

Yin Yoga ist eine Chance zu erkennen, dass ich in jedem Moment meines Lebens eine Entscheidung treffen kann. Es lehrt uns, die Welt und uns zu sehen, wie sie/wir sind. Es macht uns weicher, offener, klarer und liebevoller.

Systemisches Coaching

Das Mittel der Wahl zur Stressreduktion heißt Balance. Hormonelle Balance, aber auch seelische und mentale Balance. Diese können sehr in Mitleidenschaft gezogen sein, wenn der Körper nicht so funktioniert wie man möchte. Eine Neu-Bewertung der eigenen Situation, vielleicht der eigenen Identität schafft wieder mehr Ordnung in Gefühlen und Gedanken.

Systemisches Coaching kann bei der Orientierungssuche unterstützen. Es hilft, Lebensphasen, in denen man sich wünscht, sie mögen so schnell wie möglich vorbeigehen, eine eigene, positive Qualität abzugewinnen.

Noch nicht erfüllter Kinderwunsch:

Mit systemischem Coaching versuche ich in diversen Lebenssituationen, beruflich oder privat, Hilfestellung zu geben, nicht zuletzt jedoch bei noch nicht erfülltem Kinderwunsch. Der Leidfaktor, auch das subjektive Gefühl der Isolation sind mitunter sehr hoch, und systemisches Coaching kann eine sinnvolle Begleitung sein, wenn es gilt, starre Fokussierungen aufzuweichen oder Leid auch einmal auszuhalten. Anders als in der Psychotherapie behält der Kunde/die Kundin die inhaltlichen Zügel in der Hand und wird nicht a priori pathologisiert. Beim Thema „Kinderwunsch“ biete ich gleichzeitig Komplementärberatung, also Fachberatung in Verbindung mit systemischem Coaching an. Die Fachberatung beinhaltet auch das Thema Pflege und Adoption. Denn, übrigens: Ich selbst bin dankbare Mutter zweier Töchter: meiner leiblichen und meiner Pflegetochter.

Yogastunden und Workshops:

Montag ist HorMontag!

Jeden Montag von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr findet in der Heßstr. 98 in Schwabing ein Hormonyogakurs statt. Praktiziert werden Aufwärmübungen, die Hormonyoga-Serie original nach Dinah Rodrigues und Atmungs- sowie Entspannungsübungen gegen Stress.

Save the Date!

  • Hormonyoga Workshop „Hormonelle Harmonie“

25.11.17 von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr: Euro 69,00

  • Yin Yoga gegen Stress von 15:00 Uhr bis 16:15 Uhr: Euro 15,00

Um Anmeldung wird gebeten: Telefonisch unter 089/28788032, via E-Mail info@shif-down-yoga.de

Was Sie beim Hormonyoga-Workshop lernen:

Sie erlernen Atemtechniken, Aufwärmübungen und die Hormonyoga-Serie, die Sie zu Hause durchführen können. Die Serie dauert ca. eine halbe Stunde. Außerdem werden Sie vertraut gemacht mit Übungen gegen Stress und Energielenkungsübungen, die die Hormondrüsen aktivieren und Energie sowie Chakren harmonisieren sollen.

Retreat Frühjahr 2018

  • 5-tägiges Hormonyoga Retreat in Italien
  • Morgens Hormonyoga-Praxis
  • Abends Yin Yoga
  • Wanderungen
  • Möglichkeit zu systemischen Coachings und Komplementärberatung im Bereich Pflege und Adoption

Infos und Anmeldung: Ute Albrecht-Mayr  089/28788032, via E-Mail info@shif-down-yoga.de

www.shif-down-yoga.de

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