Gelbwurz – Die große Heilerin des Orients

Curcuma oder Gelbwurz (Curcuma Longa, chinesisch jiang huang) ist eine Heilpflanze und ein Gewürz. Sie wird sowohl in der ayurvedischen, als auch in der chinesischen Medizin verwendet. Curcuma ist Hauptbestandteil jeder Currymischung und ist nicht nur ein Heilmittel und Gewürz, sondern wird wegen seiner stark gelbfärbenden Wirkung auch als Färbemittel verwendet.

Botanisch gehört es zu den Ingwergewächsen.

Die starke gelbe Farbe zeigt die Affinität zum Erdelement und zur Mitte. Zur Mitte gehören Milz und Magen und somit alle Verdauungsfunktionen. Funktionen des Magens, des Dünndarms und Dickdarms, der Bauchspeicheldrüse und der Leber werden in der chinesischen Medizin der Mitte zugeordnet.

Signatur

Curcuma hat eine stark gelb-orange Farbe und das ist eindeutig die Farbe des Erdelements, doch seine Blüte ist rosa, mit Rotanteilen und das zeigt die Affinität zur Venus und zum Blut.

Gelbwurz wird in der chinesischen Medizin in erster Linie zum Blutbewegen verwendet.

Es bewegt das Blut und die Mitte. Hilft bei Stagnation des Milz Qi und des Blutes.

Curcuma im Westen

In den letzten Jahren hat Gelbwurz im Westen einen richtiggehenden Siegeszug erfahren.  Immer mehr gesundheitsfördernde Wirkungen werden herausgefunden. Besonders die Tatsache, dass es gegen Entzündungen wirkt, macht Gelbwurz besonders interessant. Bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt und in den Gelenken und Muskeln und den Bewegungsapparat insgesamt. Es gibt auch Hinweise darauf, dass es vor Krebs schützt, weil es dem Körper hilft entartete Zellen zu zerstören. Außerdem wird vermutet, dass es auch bei Allzheimer hilfreich ein könnte.

All diese Wirkungen lassen sich mit der chinesischen Medizin sehr gut erklären. Bei Schmerzen und Entzündungen liegt immer eine Blutstagnation vor und Curcuma bewegt das Blut.

Aus diesem Grunde sollte es in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Wirkung:

  • verdauungsfördernd
  • Bauchschmerzen und klumpengefühl im Abdomen
  • Regt den Gallefluss an
  • Senkt Blutfettwerte
  • bewegt die Menstruation und fördert den Blutfluss
  • wirkt gegen Entzündungen
  •  unterstützt die Leber
  • bei Schmerzen der Gelenke und im Bewegungsapparat
  • Es wirkt auf den Geist

In der chinesischen Medizin besteht ein Zusammenhang zwischen Blut und Geist/Emotion. Das Blut ist die materielle Basis des Geistes. Wenn das Blut stagniert, dann stagniert der Geist und es kommt zu fixen Gedanken und zur Unfähigkeit loszulassen. Wenn man das Blut bewegt, dann bewegt sich auch der Geist und umgekehrt.

Zubereitung Curcuma Tee:

1 Tel. Curcuma Pulver mit 200 ml Wasser kurz aufkochen und dann 5 Minuten ziehen lassen

Zubereitung goldene Milch:

Goldene Milch ist ein beliebtes Getränk im Ayurveda und wird vorbeugend als gesundheitsförderndes Mittel getrunken.

5 Eßl. Curcuma Pulver, 1 Tel. Zimt, eine Prise Muskat, 1 Tel. Ingwerpulver, 1 Tel. Pfeffer und 1 Eßl. Ghee oder Kokosöl mit 600 ml Wasser solange kochen bis eine Paste entsteht. Die Paste in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

Täglich 1-2 Tel. Curcuma Paste mit 150ml heißem Wasser und 50 ml warmer Milch aufgießen und warm trinken. Wahlweise kann Kokosmilch, warme Mandelmilch, Hafermilch oder Reismilch verwendet werden. Nach Geschmack mit Honig süßen.

Goldene Milch mit Kokosöl

Hier noch ein leckeres Rezept für goldene Milch von einer ganz lieben Patientin:

Lieben Dank, Claudia!

Zutaten goldene Milch (Vorrat für ca. eine Woche)

  • Frische Kurkumawurzel ca 3-4 mittelgroße
  • 1-2 El Kurkumapulver
  • Wasser
  • Ein daumengroßes Stück Ingwer aufgerieben | etwa 15 Gramm
  • Etwas frisch aufgeriebene Muskatnuss
  • Eine Prise schwarzer Pfeffer | etwa 1/4 TL
  • Eine Prise Zimt
  • 1 TL natives Kokosöl
  • Reismilch (oder jede Milch die einem schmeckt)
1.    Zubereitung der Paste

Kurkumawurzel wie Ingwer schälen und mit einer Ingwerreibe fein reiben. Eine Knoblauchpresse ist auch gut, dann wird es eine schöne Paste die sich gut auflöst. Einfach probieren, Pürierstab im Nachhinein, oder durch ein Sieb pressen.

Die geriebene Kurkumawurzel und das Kurkuma-Pulver in einen Topf geben und mit etwas Wasser verrühren (die Menge an Wasser ergibt sich aus der Menge der Kurkumawurzel – es soll eine cremige und eher dicke Masse werden) und erhitzen. Das Stück Ingwer schälen und mit einer Ingwerreibe in die langsam andickende Flüssigkeit geben.

Ebenfalls eine Prise Muskat zu den Zutaten geben. Die Flüssigkeit so lange unter Rühren köcheln, bis sich eine aromatisch duftende Paste gebildet hat. Paste in ein Schälchen füllen. Lieber nicht zu heiß, da es schnell am Topf kleben bleibt.

2.    Zubereitung der Milch aus der Paste

1 Tasse:

350 ml Reismilch oder eine andere Milch in einen Topf gießen und erhitzen. Die Kurkuma-Paste mit einem Schneebesen in die Milch einrühren. Eine Prise Zimt und das native Kokosöl hinzu geben, rühren und die Goldene Milch noch zwei Minuten köcheln lassen. Eine große Prise schwarzen Pfeffer in die Milch geben und diese heiß servieren und genießen.

Am Anfang reicht eher ein kleiner Teelöffel pro Glas goldener Milch.

Die Paste kann im Kühlschrank in einem geschlossenen Glas circa 5-7 Tage aufhoben werden.

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