Erektile Dysfunktion

Erektionsstörungen mit chinesischer Medizin behandeln

Potenzstörungen erleben die meisten Männer irgendwann einmal in ihrem Leben. Erektionsstörungen nehmen ab ca. dem 50.sten Lebensjahr natürlicherweise zu, doch auch jüngere Männer sind davon betroffen.

Erektionsstörungen sind ein heikles Thema. Kein Mann redet gerne darüber. Die Behandlung ist auf teure und verschreibungspflichtige Medikamente begrenzt, die mehr oder weniger schwere Nebenwirkungen haben und nicht oft und dauerhaft, ohne gesundheitliches Risiko, eingenommen werden können.

Die Behandlung von erektiler Dysfunktion ist seitens der modernen Medizin sehr unbefriedigend.

Dabei wird es versäumt nach den Ursachen von Potenzstörungen zu fragen.

Es wird Zeit neue Wege zu gehen, die nicht nur Erektionsstörungen behandeln und zu einem befriedigenderen Sexualleben verhelfen, sondern auch gesundheitsförderlich sind.

Alle Krankheiten und Beschwerden haben eine Ursache. Wenn diese gefunden und behandelt werden kann, dann kann sich auch die Situation verbessern. Das ist bei Erektiler Dysfunktion nicht anders.

Wovon ist die Erektion abhängig?

  1. Vom Gehirn

Gedanken, Emotionen, Begierden und Wünsche führen zu einer Erektion oder hemmen sie

  1. Entspannung

Die glatte Muskulatur der Schwellkörper reagiert auf den Parasympathikus. Der Parasympathikus wird bei Entspannung aktiv. Die Muskulatur entspannt sich, es strömt Blut in die Schwellkörper ein und somit kommt es zur Erektion. Das erklärt warum Männer im Stress, in Aktion und durch Willensanstrengung keine Erektion bekommen können.

  1. Kraft und körperliche Fitness

Der gesundheitliche Zustand spielt beim Zustandekommen einer Erektion bzw. bei Potenzstörungen eine wichtige Rolle. Dabei geht es um konkrete Erkrankungen, wie Diabetes Mellitus, aber auch um Krankheitsmuster, die keine Krankheit darstellen. Es handelt sich um ein Ungleichgewicht und eine Schwäche des Körpers, die durch die Schulmedizin nicht erfasst werden können. Dazu später mehr.

Wenn es zu Potenzstörungen kommt, dann spielen eine oder alle der oben genannten Faktoren eine Rolle.

Zum Beispiel ist es gut möglich, dass in einer langjährigen Beziehung der Reiz verloren geht und das sexuelle Verlangen abnimmt, während viel Stress im Beruf herrscht und gleichzeitig die körperlichen Kräfte abnehmen oder gar eine manifeste Erkrankung vorliegt.

Wo genau die Ursache liegt und wie man sie am besten beseitigt muss im Einzelfall geklärt werden. Es kann auch Sinn machen die Partnerin miteinzubeziehen. Oft schleichen sich Gewohnheiten und Muster ein, die Potenzstörungen fördern. Manchmal verstecken sich hinter Erektionsstörungen auch Beziehungsprobleme. Das muss nicht so sein, dennoch spielt die Partnerin hier eine große Rolle. Oft ist es sinnvoll sie in die Therapie miteinzubeziehen und ganz offen über alles zu sprechen. Schließlich geht es um die Freude von beiden.

Der Sinn von Sexualität

Augenscheinlich dient Sexualität der Fortpflanzung, doch darüber hinaus erfüllt sie wichtige Aufgaben für die Gesundheit, dem seelischen Wohlbefinden und für das menschliche Miteinander. Der innige Körperkontakt, die Ekstase und die Entspannung erhöhen die Lebensfreude, machen gelassen und großzügig. Das Gefühl angenommen und willkommen zu sein ist ein wesentlicher und glücklich machender Faktor. In der Sexualität werden Energien ausgetaucht und Bindungen gestärkt. Das ist wesentlich, um sich gesund und vital zu fühlen. Man spürt sein Herz und seine Kraft.  Gefühle von starker Verbundenheit und das Spüren der eigenen Lebendigkeit sprengen die eigenen Grenzen. Man wächst über sich hinaus und berührt andere Dimensionen.

Wer ein ausgeglichenes und lebendiges Sexualleben hat ist glücklicher, vitaler, braucht keine Ersatzbefriedigungen, ist innerlich freier und nicht so leicht manipulierbar.

Kein Wunder, dass viele Kulturen und Religionen versuchen Sexualität zu kontrollieren, zu beschneiden und als abnormal oder verboten abzustempeln.  So sichern sich Machthaber und Interessensgruppen die Kontrolle über Menschen.

Wenn Sexualität aufgrund von Erektionsstörungen nicht wirklich gelebt werden kann, dann geht mehr als nur ein bisschen Spaß verloren.

Ursache von Erektionsstörungen nach TCM

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Potenzstörungen. Um adäquat zu behandeln ist es essenziell die Ursache herauszufinden.

Für eine Erektion ist es wichtig genügend Qi und Blut zu haben. Ebenso braucht es Nieren Qi, Nieren Yin und Yang.  Die Basisenergie muss stimmen. Außerdem spielen das Herz, Gedanken, Gefühle und Emotionen eine wesentliche Rolle. Ein weiterer Faktor ist die Verteilung von Qi und Blut, also das harmonische Zusammenwirken aller Energien und Kräfte.

Wichtige Organe und Krankheitsmuster nach TCM bei Erektionsstörungen

  • Leber

Die Energie der Leber in der TCM, bewegt sich nach oben und ist maßgeblich beim Zustandekommen einer Erektion. Alles was das Leber Qi beeinträchtigt kann eine Erektion verhindern.

Dazu gehören Anspannung und Stress, emotionaler Druck, aber auch Unterdrückung der eigenen vitalen Kräfte aufgrund von Maßregelungen, Glaubensmuster und unterdrückende Erziehung in der Kindheit.

Wenn die Leber das Qi nicht richtig verteilen und nach oben bringen kann, dann blockiert es auch den Blutfluss und das Zustandekommen einer Erektion.

  • Ni Yang Schwäche

Das Ni-Yang wird aus dem Tor der Vitalität genährt, dem „mingmen“. Es ist das heiße, innere wilde Feuer, welches alle Körperfunktionen aufrechterhält, so auch die Fortpflanzung und die Potenz.

Überarbeitung, psychische und konstitutionelle Gründe können dieses Feuer vermindern und zu Potenzstörungen und mangelnder Lust und Libido führen. Oft bestehen zusätzlich Müdigkeit, Trägheit, Kältegefühle, Gewichtsprobleme, Rückenschmerzen und Kniebeschwerden.

  • Ni Yin Schwäche

Das Ni Yin nimmt im Alter natürlicherweise ab. Burnout und erschöpfende Lebensphasen können diesen Prozess beschleunigen. Wenn eine Ni-Yin Schwäche vorliegt dann können Libido und sexuelles Verlangen sogar verstärkt sein, es kann auch zu Erektionen kommen, allerdings halten sie nicht lange an. Es kann zu frühzeitiger Ejakulation kommen oder zu nächtlichen Samenergüssen. Gleichzeitig bestehen oft das Gefühl von Getriebenheit, Schlafstörungen, Unruhe und schneller Erschöpfbarkeit.

Ni Yin und Yang arbeiten zusammen. Das innere Feuer braucht das Yin, die Substanz, um lange und dauerhaft brennen zu können. Im Falle einer Ni Yin Schwäche hat das Feuer keine Basis, es lodert auf und verpufft schnell.

  • Milz Qi Schwäche mit Ansammlung von Feuchtigkeit

Wenn das Qi, die Energie schwach ist dann finden viele Umwandlungsprozesse im Körper nicht statt. Die Verdauung und der Stoffwechsel funktionieren nicht richtig. Es kommt zu Ansammlung von Feuchtigkeit im Körper. Diese fällt nach unten und blockiert den unteren Erwärmer und unter anderem auch die Potenz. In diesem Fall kann es zwar zu Erektionen kommen, aber es fehlt an Festigkeit und Ausdauer.

Zusätzlich bestehen meist weitere Symptome wie Müdigkeit, Durchfälle oder loser Stuhlgang, Blässe und Erschöpfbarkeit ein überaktiver Denkapparat und Grübeln. Die Tendenz zu Wasseransammlungen und Übergewicht können ebenfalls vorhanden sein.

  • Herz Qi Stagnation

Emotionale Verletzungen, Traumata, partnerschaftliche Probleme und andere psychische Gründe können das Herz Qi blockieren und die Kommunikation zwischen Herz und Niere unterbrechen.

Das Herz spielt eine wichtige Rolle beim Zustandekommen einer Erektion. Der „Shen“, Spirit oder Geist wohnen nach Vorstellungen der TCM im Herzen. Der Shen aktiviert über die Herz Nieren Achse das Nieren Feuer. Die Nieren spielen eine wichtige Rolle bei Fortpflanzung und Sexualität.

Das Feuer der Niere, das mingmen wird durch den Shen des Herzens aktiviert, daraus entsteht Qi welches aufsteigt und zur Erektion führt.

Ist die Verbindung zwischen Herz und Niere unterbrochen oder behindert, dann kann das auch die Erektion beeinträchtigen, weil das Herz das innere Feuer nicht aktivieren kann.

In diesem Fall kann es zwar zu morgendlichen Erektionen kommen, aber besonders dann, wenn man Sexualität haben möchte funktioniert es nicht. Zusätzlich können Schlafstörungen, Unruhe und innere Verwirrung bestehen.

Das waren einige Beispiele, um zu verdeutlichen wie es aus der Sicht der TCM zu Erektionsstörungen kommen kann und wie sich diese ausdrücken können. In der Praxis gibt es viel mehr Ursachen und kombinierte Muster.

Behandlung von erektiler Dysfunktion mit TCM

Die Behandlung von Potenzstörungen richtet sich nach den Ursachen und erfolgt in meiner Praxis mittels Akupunktur, Moxibution und chinesischer Arzneimitteltherapie. Manchmal nehme ich auch westliche Naturheilmittel und Nahrungsergänzungsmittel hinzu.

Ziel ist es die Ursache zu therapieren. Da es sich um eine Behandlung des gesamten Körpers und der Energie handelt verbessert sich nicht nur die Potenz, sondern die Gesundheit und das Wohlbefinden im Allgemeinen.

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