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Innerhalb des Körpers gibt es einen Strom von Energie, Die Frauenheilkunde in der Traditionellen Chinesischen Medizin (Fu Ke) Die Frauenheilkunde nimmt in der Chinesischen Medizin sehr großen Raum ein und hat einen hohen Stellenwert. Zu Beginn möchte ich Ihnen eine kurze Einführung und Begriffserklärung in die Frauenheilkunde geben und dann erläutern, bei welchen Frauenkrankheiten die chinesische Medizin traditionell angewendet wird. 1. Einführung in die Frauenheilkunde nach TCM 3. Prämenstruelle Beschwerden (PMS) 4. Keine Menstruation - Amenorrhoe 5. Schmerzhafte Monatsblutungen - Dysmenorrhoe 6. Starke Monatsblutungen - Hypermenorrhoe 7. Zwischenblutungen - Metrorrhagie 8. Verlängerte Blutungen - Menorrhagie 9. Verfrühte und häufige Zyklen - Polymenorrhoe 10. Verspätete und seltene Zyklen - Oligomenorrhoe 11. Unregelmäßige Menstruation 12. Ausfluss - Fluor Vaginalis und Juckreiz im Genitalbereich 13. Polyzistisches Ovarialsyndrom (PCOS) 15. Infertilität - Sterilität-unerfüllter Kinderwunsch 17. Probleme in der Schwangerschaft 19. Klimakterische Beschwerden 1. Einführung in die Fraunheilkunde nach der TCM
Wichtige Organe, Organsysteme und Begriffe in Bezug auf die Frauenheilkunde Der Uterus Die Nieren Die Nieren spielen eine wichtige Rolle in der Fruchtbarkeit und der Menstruation. Eizellen und Spermazellen werden aus Nierenessenz gebildet und auch das Blut, welches die Menstruation bestimmt und die Ernährung des ungeborenen Kindes sicherstellt. Nierenessenz, Ni-Yin und Ni-Yang spielen eine große Rolle bei der Eizellreifung, beim Eisprung und im hormonellem System. Sie beeinflussen maßgeblich die Pubertät, Fruchtbarkeit, Potenz, Libido, Empfängnis, Schwangerschaft und Menopause. Aus Ni-Yin und Ni-Yang entsteht Ni-Qi. Diese hat die Aufgabe, die Organe an ihren Platz zu halten und somit auch den Uterus. Es hebt die Energie, verhindert Aborte und Organsenkungen. Blut Leber Milz Herz Eine normale Menstruation umfasst in der chinesischen Medizin 4-6 Tage, der Zyklus ist 26-32 Tage lang. Das Blut ist anfangs hell und wird in der Mitte dunkler, gegen Ende der Periode wird es rosafarben. Am ersten Tag ist die Blutung schwächer, am 2. und 3. Tag wird sie stark und ebbt dann wieder ab. Das Blut hat keine Klumpen, Gewebsanteile und keinen Schleim. Es bestehen keine Schmerzen und das Blut fließt flüssig, ohne zu stocken. Die Regelmäßigkeit spielt eine wichtige Rolle, es ist ein gutes Zeichen, wenn der Zyklus immer gleich lang ist, also nicht mehr als 5 Tage schwankt. Frauenkrankheiten die traditionell mithilfe der TCM behandelt werden Beschwerden, die sich einige Tage vor Einsetzen der Menstruation einstellen. Dazu gehört das prämenstruelle Syndrom mit einer Fülle von Symptomen wie Bauchkrämpfen und Schmerzen, schmerzhafte Brustspannung, Gewichtszunahme durch vermehrte Wassereinlagerungen, Hautveränderungen wie Pickel und Akne, Heißhunger oder Apettitlosigkeit, Empfindlichkeit auf äußere Reize, Völlegefühl, Durchfälle und Reizdarm. Psychische Symptome, wie Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen mit Müdigkeit und Erschöpfung, oder aber Getriebenheit. 4. Keine Menstruation - Amenorrhoe Darunter versteht man das Ausbleiben der Menstruation länger als drei bis sechs Monate. Die erste Monatsblutung, auch Menarche genant, sollte bis zum 15 Lj. eingesetzt haben. Passiert das nicht, so spricht man von eine primären Amenorrhoe. Unter sekundärer Amenorrhoe versteht man das Ausbleiben der Periode, wenn eine Frau bereits menstruiert hat. 5. Schmerzhafte Monatsblutungen - Dysmenorrhoe Schmerzhafte Monatsblutungen mit meist krampfartigen Schmerzen im Unterbauch, Rücken und bis in die Beine ausstrahlend. Sie können leicht sein oder ähnlich stark wie Geburtskrämpfe. Auch hier wird zwischen primären und sekundären Ursachen unterschieden. Sekundäre Ursachen haben einen organischen Hintergrund. Raumfordernde Erkrankungen, wie Myome, Endometriose oder Zysten können Schmerzen auslösen. Aber auch die Spirale. Primäre Ursachen haben keinen organischen Grund, sondern sind funktioneller oder hormoneller Art. Schmerzhafte Menstruationsbeschwerden werden im Westen als zum Frauenleben dazugehörend betrachtet und hingenommen. Doch in der chinesichen Medizin gelten sie als behandlungsbedürftige Pathologie. 6. Starke Monatsblutungen - Hypermenorrhoe Dies ist eine Mentruationsblutung mit starkem Blutverlust. Das Blutungsintervall und die Blutungsdauer sind normal. Der Blutverlust bei einer normal starken Blutung beträgt theoretisch 30-80 ml, ist aber für eine Frau schwer abzuschätzen. In den zwei starken Tagen werden ca. 3-5 Binden pro Tag benötigt. Kommt die Blutung schwallartig und müssen die Binden häufiger gewechselt werden, könnte das ein Indiz auf eine starke Blutung sein. Starke Blutungen können deshalb problematisch sein, weil eine Frau in einen Blutmangel geraten kann dieser dann weiter Probleme mit sich bringt. Oft verändert sich die Blutung nach einer Geburt und wird stärker, was ein Zeichen für eine Schwächung des Organismus durch Schwangerschaft und Geburt sein kann. 7. Zwischenblutungen - Metrorrhagie Azyklische Blutungen können sehr schwach sein und sich als Schmierblutungen zeigen oder Menstruationsstärke erreichen. Es können organische Ursachen, wie Myome, Polypen, Entzündungen oder Gebärmutter- und Scheidenkrebs oder hormonelle und funktionelle Gründe, vorliegen. 8. Verlängerte Blutungen - Menorrhagie Blutungen, die länger als 7 Tage dauern. Auch hier können die Ursachen organischer, hormonneller und funktioneller Natur sein. Als Folge kann es zur Eisenmangelanämie und Blutarmut kommen. 9. Verfrühte und häufige Zyklen - Polymenorrhoe Kurze Zyklen bis max. 25 Tage, und dadurch häufiges Intervall. Verkürzte Zyklen sind hormonell bedingt und kommen häufig in den Wechseljahren oder in der ersten Zeit nach der Menarche vor. Ferner bei psychischer und körperlicher Belastung. Hierbei kann es zu mangelnden Eizellreife kommen oder zu anovulatorischen Zyklen, also zu fehlendem Eisprung. Durch die kurzen Zyklen kann sowohl die Eizellqualität als auch der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut nicht optimal sein und dadurch eine Schwangerschaft erschwert werden. 10. Verspätete und seltene Zyklen - Oligomenorrhoe Verlängerte Zyklen ab 35 Tagen bis zu 3 Monaten. Auch diese Art der Zyklusstörung ist hormonell oder funktionell bedingt. Es kommt wahrscheinlich nicht immer zu einem Eisprung. 11. Unregelmäßige Menstruation Das Intervall schwankt um mehr als 7 Tage. Hier liegen auch meistens hormonelle oder funktionelle Störungen vor. Der Eisprung und die Eizellqualität kann beeinträchtigt sein, ebenso der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. 12. Ausfluss - Fluor Vaginalis und Juckreiz im Genitalbereich Ausfluss und Juckreiz können Infektionen wie z.B Pilzinfektionen als Ursache haben. Immer wiederkehrende Infektionen entstehen meist auf Grundlage einer gestörten Scheidenflora und inneren Ungleichgewichts. Hormonelle Veränderungen verstärken dieses Ungleichgewicht und fördern dadurch Infektionen. Ausfluss und Juckreiz können jedoch auch dann hartnäckig bestehen, wenn keine Infektionen vorliegt. Das ist z.B nach der chinesischen Medizin bei innerer Nässe und/oder Hitze im Körper der Fall. 13. Polyzistisches Ovarialsyndrom (PCOS) PCOS ist eine hormonelle Störung, die bei sehr vielen Frauen auftritt und eine häufige Ursache ist bei Zyklusstörungen und unerfülltem Kinderwunsch. Hierbei entstehen viele kleine Eibläschen, die aber nicht heranreifen, sondern verkümmern. Der Eisprung bleibt meist aus. Hintergrund sind hormonelle Störungen, die genaue Ursache dieser Hormonstörung ist nicht geklärt. Es kommt zu erhöhten Androgenspiegeln (männliches Hormon) und erhöhtem Prolaktin, manchmal auch bei starker Ausprägung auch zu erhöhten LH-Werten (eisprungauslösendes Hormon), oft kommt es zu einer Insulinresistenz. Mit PCOS wird in der Literatur oft Übergewicht assoziiert, das konnte ich in der Praxis nicht bestätigen. Die meisten Frauen in meiner Praxis mit PCOS waren schlank bis sehr schlank. In der chinesischen Medizin stellt das PCOS eine Stagnation von Schleim und Blut dar. Ursachen, die zur Stasis führen können, sind vielfältig und müssen im Einzellfall abgeklärt werden. Bei hormonellen Veränderungen wie z.B nach Absetzen der Pille, in der Pubertät nach einer Schwangerschaft oder Fehlgeburt kann es zu Ovarialzysten kommen. Das sind eingekapselte Hohlräume in den Ovarien, meist mit Flüssigkeit gefüllt, und kommen durch eine Störung des Eisprungs zustande. Sie verschwinden meist wieder von selbst. Eierstockszysten soll man beobachten. Wenn sie nicht von alleine wieder gehen oder es immer wiederkehrende Neigung zu Ovarialzysten gibt, so sollte das gynäkologisch abgeklärt und danach eine Harmonisierung des Hormonsystems in Betracht gezogen werden. Unerfüllter Kinderwunsch ist ein immer häufiger auftretendes Phänomen. Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig. In der chinesischen Medizin hat die Behandlung von Infertilität sowohl bei der Frau als auch beim Mann eine lange Tradition. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf meiner Webseite
Naturheilkundliche Kinderwunschpraxis Impotenz und Libidostörungen können emotionale, psychologische Ursachen haben, aber auch körperliche und funktionelle Gründe. Meist liegt eine Kombination aus allem vor. Sie können durch eine langandauernde Erschöpfung der Basisenergien von Yin und Yang (Substanz und Feuer), durch Stagnation im Beckenbereich oder durch eine mangelnde Kommunikation zwischen Herz und Fortpflanzungsorganen zustande kommen. Anmerkung: die chinesische Frauenheilkunde befasst sich auch mit Männerproblemen, sofern sie die Fortpflanzung betreffen. 17. Probleme in der Schwangerschaft Übelkeit und Erbrechen, Blutungen,drohender Abort, Rückenschmerzen, Verdauungsbeschwerden, zu wenig Fruchtwasser, Schlafstörungen, Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, Lageanomalie, Geburtsvorbereitung, Geburtseinleitung und Unterstützung während der Geburt (durch Hebammen) Depression und psychische Probleme, Blasenschwäche, Organsenkungen, Erschöpfung, Zyklusanomalien (Die Behandlung durch Heilprakitker ist erst nach dem Wochenbett möglich) 19. Klimakterische Beschwerden Das Klimakterium ist die Übergangsphase von der fruchtbaren Zeit bis zum vollständigen Ruhen der Ovarien und vollständigen Aussetzen der Menstruationsblutung.Das kann mehrere Jahre dauern und liegt bei den meisten Frauen zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Der Beginn des Klimakterium ist durch die Lebensumstände, den Lebenswandel und vor allem durch genetische Faktoren bestimmt. Im Klimakterium können verschiedene Beschwerden auftreten. Hierzu zählen Schlafstörungen, psychische Störungen von Depression bis zur Gereiztheit und Agression, Unruhe, Schwitzen, Schwindel, Hitzewallungen, Wechsel zwischen Hitzegefühl und Frieren, Blutungsstörungen, Hautveränderungen, trockene Haut und trockene Schleimhäute, Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen/Ödeme. In der westlichen Medizin werden den Frauen oft Hormonpräparate verschrieben, was die Blutungszeit verlängert und die Menopause hinauszögert. Viele Frauen empfinden das als wünschenswert, weil mit Menopause und mit dem Ende der fruchtbaren Zeit das Altern und "aussortiert sein" ausoziiert wird. Die chinesische Medizin rät hiervon ab, weil das künstliche Verlängern der Blutung an den Basiskräften zehrt und das Altern dadurch sogar beschleunigt. Blut ist ein sehr kostbarer Saft und eine umgewandelte Essenz. Es wird auch als materielle Basis des Bewusstseins betrachtet. Durch das monatliche Bluten sind die Frauen fruchtbar und bringen dadurch der Welt ein Geschenk dar. Blut auf die Erde zu vergießen wurde in archaischen Kulturen auch als schenkende Opfergabe betrachtet. Nach dem Klimakterium bluten die Frauen nicht mehr und können deshalb diese Überschüsse für sich selber nutzen und in Essenz und Weisheit wandeln. Sie stehen der Welt nicht mehr mit ihrer körperlichen Fruchtbarkeit zur Verfügung, sondern mit ihrer geistigen Reife, Lebenserfahrung und Intuition. Früher wurden ältere Frauen deshalb auch als weise Frauen verehrt. |